Feinschmeckerplatte für Hobbyskipper: Segeln auf der Müritz

Segeln auf der Müritz Vorschaubild

Das Kürzel MeckPomm klingt nach schnellen Fritten, steht aber eher für das Gegenteil. Statt Fastfood bietet das dünn besiedelte Bundesland nämlich vor allem Entschleunigung und Luft zum Atmen. Als nahes Ziel für Entspannungsurlaub ist die Landschaft zwischen Hamburg und Berlin schon lange kein Geheimtipp mehr. Gerade Naturfreunde, die nicht um die Welt fliegen möchten, kommen in Mecklenburg-Vorpommern voll auf ihre Kosten. Über 1.000 Seen machen die Platte zu einem Mekka für Surfer, Kanufahrer und Segler. Die meisten Wassersportler zieht es dabei an die Müritz, Deutschlands größten Binnensee.

Segeln-auf-der-Müritz-530x1024Idealer Ausgangspunkt für Gäste mit Anspruch ist das Radisson Blu Resort Schloss Fleesensee. Das Gebäude wurde 1842 als Schloss errichtet, nach der Wende aufwändig restauriert und verbindet heute neobarocke Eleganz und modernen Komfort. Golffreunde finden einen 18-Loch-Platz auf dem Gelände und weitere Anlagen in direkter Nähe. Außerdem bietet das Hotel zwei Restaurants, eine Vinothek und zwei Bars sowie mehrere Spa- und Wellnesseinrichtungen. Wer es extravagant mag, kann auch komfortabel per Hubschrauber anreisen.

Wellness, Wind und Wellengang

20 Kilometer vom Schloss entfernt liegt Waren, die größte Stadt der Region und ein beliebter Startpunkt für Segeltörns. Besucher können sich im traditionellen Wirtschaftshafen historische Speicher anschauen und einen Blick in die Vergangenheit werfen. Oder Fische gucken im Müritzeum, dem größten Süßwasseraquarium Deutschlands, das mit interaktiven Ausstellungsräumen ein echtes Erlebnismuseum ist.

Wer keinen Segelschein hat, kann ihn auch zügig vor Ort machen, etwa in der Katamaran- und Surfmühle in Rechlin oder in der Zielower Tokon Yachtschule. Das dauert mit Theorie- und Praxisteil etwa eine Woche. Teilnehmer, die ihren Urlaub nicht nur mit Paukerei verbringen wollen, sollten zumindest ein wenig Theoriewissen mitbringen. Und wem Kurs und Prüfung zu viel Mühe sind, darf trotzdem aufs Wasser. Für Jollenkreuzer und andere kleine Schiffe braucht man nämlich keinen Führerschein. Unterschätzen sollten Hobbyskipper das kleine Meer deshalb aber nicht. Zwar ist die Müritz nicht sonderlich tief, am Ostufer etwa meist nicht mehr als ein Meter. Durch die geringe Wassertiefe kommt es aber im Sommer zu kurzen und steilen Wellen, die kleine Boote schnell zum Kentern bringen.

Die Müritz gehört auch zu den besten Angelgewässern Deutschlands. Vor allem Barsche und Hechte beißen hier an. Angeln kann man auf der Müritz aber kaum ohne Boot, weil es nur wenige Plätze am Ufer gibt, die dafür geeignet sind. Wer beim Fischen leer ausgeht, muss auf leckere Gerichte aber natürlich nicht verzichten. Denn die werden Gästen auf dem Wochenmarkt, den regelmäßigen Fischmärkten oder in den Restaurants in der ganzen Region buchstäblich jeder Straßenecke angeboten.

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