Basler Fasnacht – Die «drey scheenschte Dääg» in Basel

Es ist wieder soweit – die grösste Fasnacht der Schweiz beginnt: Am 6. März 2017 trifft man in den Gassen Basels auf eine Mischung aus Melancholie und Lebensfreude, Mummenschanz und Totentanz. Basel ist im absoluten Ausnahmezustand. Erleben Sie das dreitägige Event und seien Sie live dabei. Für den perfekten Überblick haben wir Ihnen die wichtigsten Fakten und Höhepunkte zusammengestellt.

Was ist die Basler Fasnacht?

Die Fasnacht beginnt immer am Montag nach Aschermittwoch, genau um 4 Uhr morgens. Das bunte Treiben durch die Stadt Basel dauert dann 72 Stunden und findet zumeist unter freiem Himmel statt. Von den Baslern wird diese Zeit liebevoll als die «drey scheenschte Dääg» bezeichnet, die es in der Stadt gibt. Dabei ziehen sowohl skurrile Gestalten als auch Piccolospieler und Trommler durch die Innenstadt und werden dabei von vorbeiziehenden Wagen und «Chaisen», von Pferden gezogene Kutschen, musikalisch unterstützt.

Die Geschichte der Fasnacht

Den Ursprung der Fasnacht findet man sowohl in diversen heidnischen sowie germanischen Ritualen als auch im Ahnenkult, in Fruchtbarkeitsritualen und in Traditionen der Winteraustreibung. Weiterhin werden Ritterturniere, das Militär, Zünfte, Waffenschauen und vorausgehende Feste der kirchlichen Fastenzeit und sogar die Reformation als Basis der heutigen Fasnachtsbräuche gesehen. Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Basler Fasnacht immer mehr zu dem, wie man sie auch heute kennt. Damals hat sich dann aber auch schon ein Bezug zur Satire und zu politischen Themen entwickelt, den die «Cliquen», also die teilnehmenden Gruppierungen der Fasnacht, noch heute gerne umsetzen.

Der Ablauf der Basler Fasnacht

Mit dem Vieruhrschlag der ältesten Basler Kirche St. Martin wird das Spektakel am Montag mit dem «Morgenstreich» eingeläutet und stellt für viele Basler das Highlight der Fasnacht dar. Nach dem Erklingen der Kirchturmuhr wird die Innenstadt komplett verdunkelt und die «Cliquen» in «Larven» und «Kostümen» sowie einer «Kopflaterne» setzen sich kollektiv in Bewegung. Der Zauber der Basler Fasnacht beginnt. Am frühen Nachmittag findet dann der Festzug «Cortège» auf zwei festen Routen durch Basel statt. Dabei werden «Zeedel» verteilt, auf denen in Versform und Basler Mundart die jährlich variierenden und gewählten Themen humorisiert werden. Von zahlreichen Wägen werden Orangen und «Räppli» (Konfetti) verteilt. Am Montagabend findet dann das «Schnitzelbängg» statt, wobei kleine Gruppen oder Einzelpersonen in Bars sowie Restaurants aktuelle Themen satirisch vortragen. Am Dienstag, dem zweiten Fasnachtstag, gibt es keinen offiziellen Festzug. Stattdessen steht die «Guggenmusik» mit dem Guggenmusik-Steinmarsch und den berühmten Guggenkonzerten im Fokus. Zudem ist dieser Tag für Kinder gedacht, die am Nachmittag in der «Kinderfasnacht» die Innenstadt für sich beanspruchen und in Kostümen durch die Stadt ziehen dürfen. Ein Highlight gibt es für Gross und Klein abends am Münsterplatz mit einer beeindruckenden Laternen- sowie Wagen- und Requisitenausstellung. Der Mittwoch und somit der letzte Tag der traditionellen Basler Fasnacht läuft genau wie der Montag inklusive «Cortège» ab, aber ohne «Morgenstreich». Ab 17 Uhr können Sie die unzähligen «Chaisen» besichtigen, die sich anschliessend mit einer gemeinsamen Abschlussrunde symbolisch von der Fasnacht verabschieden. Am späten Abend finden die letzten Schnitzelbänke statt und Sie können vereinzelt grosse «Cliquen» in Basel antreffen. Den Abschlussmarsch mit Trommeln und Pfeifen namens «dr Ändstraich» gibt es am frühen Donnerstagmorgen, sodass pünktlich nach 72 Stunden um 4 Uhr morgens für ein Jahr wieder alle Töne der Basler Fasnacht verstummen.

Tipps für Ihren Fasnacht-Besuch in Basel

Zum beliebten «Morgenstreich» sollten Sie aufgrund der Beliebtheit besser vor vier Uhr morgens kommen. Ausserdem sollten Sie hier beachten, die Maskierten ohne Blitzlicht zu fotografieren, nachdem Dunkelheit das oberste Gebot zum Auftakt ist. Die Fasnacht in Basel ist nicht mit dem Fasching oder Karneval in Deutschland zu vergleichen, somit gehören weder geschminkte Gesichter noch Perücken zur Tradition. Als Besucher sollte Sie daher besser kein Kostüm tragen. Praktisch: Zur Zeit der Fasnacht wird von den öffentlichen Verkehrsbetrieben ein Sonderfahrplan erstellt, der zusätzliche Nachtfahrten beinhaltet.

Während der pulsierenden Basler Fasnacht können Sie sich, für eine kleine Pause, im Radisson Blu Hotel, Basel, das im Herzen der Stadt liegt, zurücklehnen. Es erwartet Sie eine ruhige und entspannte Zeit in einem der 206 Zimmer und Suiten, die in strahlenden Farben gestaltet und mit modernem Design ausgestattet sind. Im hoteleigenen Filini Restaurant können Sie zudem erstklassige italienische Küche mit Risotto, Pizza sowie Fleisch- und Fischgerichten geniessen. Oder im Pool Inn Club einige Bahnen im grössten Indoor-Hotelschwimmbad Basels ziehen, um sich anschliessend in der Sauna und dem Dampfbad des Basler Hotels aufzuwärmen.

iStock: © ollio0815 (Titelbild + Foto 1)

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